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Warten auf Godot oder das alljährliche Angrasen!

Jedes Jahr das gleiche! Das furchtbar langweilige Angrasen steht vor der Tür!
Reihenweise sieht man Pferde, die ihren Menschen auf der Suche nach den leckersten Grashalmen über die sprießenden Grünflächen ziehen. Dem Pferd ist es völlig wurscht, ob man dabei ist oder nicht, – es interessiert sich nur für die saftigen grünen Grasbüschel. Völlig verständlich, aber zu viel des jungen Grases ist verdammt gefährlich für unsere Vierbeiner. Koliken oder gar Hufrehe droht. Das ist in etwa so, als ob man nach einer Fastenzeit Massen an Schokokuchen oder Meeresfrüchte vertilgt. Nicht empfehlenswert und für Pferde kann das tödlich enden!

Die Darmflora muss sich umstellen!

Die Darmflora des Pferdes muss sich langsam an das frische proteinreiche Gras gewöhnen. Das Gras enthält durch die steigenden Temperaturen sehr viel Fructane, Eiweiß, Kohlenhydrate und sowie Stärke. Für die Verdauung werden nun spezielle Darmbakterien benötigt, die sich langsam nach dem Winter bilden müssen. Eine gesunde Darmflora braucht mindestens 14 Tage bis 4 Wochen, um sich auf einen Futterwechsel umzustellen. Die Zeit des Angrasens sollte somit langsam gesteigert werden.

Wie kann ich mir die Anweidezeit versüßen?

Zeit mit dem Pferd verbringen. Grundsätzlich ist es natürlich immer schön und wichtig, Zeit mit dem Pferd zu verbringen ohne etwas zu wollen, sondern einfach nur gemeinsam (da) zu sein. Aber zwei Stunden können da auch ganz schön lang sein.

Mit Freunden gemeinsam grasen gehen

Ideal ist es natürlich, wenn man mit einer oder mehreren Freunden und ihren Pferden grasen geht. Auch in der Hinsicht, dass bei dem einen oder anderen Vierbeiner gern mal bei dem ersten Gras und Sonnenstrahlen Frühlingsgefühle ausbrechen können, was in dem einen oder anderen Freudenbuckler enden kann! Tipp hier: Das Pferd an die Longe nehmen (aber bitte nicht vertüddeln), dann hat es mehr Freiraum und ist für euch sicherer. Und:
Immer Handschuhe anhaben!

Spaziergänge für die Bikinifigur

Auch gemeinsame Spaziergänge eignen sich wunderbar dazu, Stopps einzulegen und das Pferd zwischendurch grasen zu lassen. Dann hat man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Pferd hat Bewegung und Gras und Mensch hat Bewegung, denn: Nach der Anweidesaison folgt die Bikinisaison!

Picknick machen

Wenn man die Möglichkeit hat, sich auf einer größeren Weide eine Art Paddock mit Longen oder Litzen abzutrennen, kann man sich auch eine Decke, den Picknickkorb und das Buch, was man schon immer mal lesen wollte, mitnehmen und ein wenig chillen. Aber hier immer darauf achten, dass unser Pferd genügend Abstand zu uns hält.

Kommunikationstraining

Grundsätzlich ist es wichtig, dass unser Pferd uns nicht durch die Gegend zieht, umrempelt oder ungefragt in unseren persönlichen Bereich eintritt. Man kann hier also auch wunderschöne Kommunikationsübungen mit einbauen.

Einfach mal nichts tun!

Wenn die Sonne scheint, einfach mal die Nase in die Sonne halten und das Hier und Jetzt genießen: Die Sonne auf der Haut spüren, den Vögeln zuhören, das erste weiche Gras durch die Finger gleiten lassen und dem schönsten Geräusch von allen lauschen: dem zufriedenen Kauen eines Pferdemauls. Dadurch entwickelt man ein Gefühl dafür, wie Pferde sich durchs Leben bewegen: Im Hier und Jetzt!

Fellpflege

Putzen und dabei das olle Winterfell entfernen, ohne dass die ganze Stallgasse, der Nachbarn oder man selber am Ende des Tages schlimmer aussieht als das Pferd. Auch Flechtfrisuren für die nächste Turniersaison können schon mal ausgetestet werden oder wann habt ihr den Schweif zum letzten Mal verlesen?

Wie Ihr seht gibt also diverse Möglichkeiten, sich das Angrasen etwas zu versüßen! Am Ende überstehen wir die Zeit wie jedes Jahr aufs Neue. Und nicht vergessen: Nach dem Angrasen ist vor dem Angrasen!

Pferd angrasen


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