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Mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Südostasien

Was unsere Heldin des Monats genau vor hat und wie Ihr Plan ausschaut, das erzählt euch Inga selbst.

Hallo Inga. Erzähl uns doch erst einmal etwas über dich.

Mein Name ist Inga und ich bin 39 Jahre alt. In den letzten 11 Jahren habe ich, wenn ich nicht gerade irgendwo in Deutschland, Europa oder der Welt unterwegs war, als Ingenieur bei einer großen Firma in München gearbeitet.

In welchem Stadium deiner Reiseplanung befindest du dich? Was ist die Idee?

Meine Reise, deren Länge offen ist, startet in wenigen Wochen, genauer gesagt, Anfang April. Wohnung und Job sind natürlich schon gekündigt. Momentan bin ich dabei, alle Dinge, die nicht auf die Reise mitkommen, zu verkaufen oder zu verschenken, Abschiedsbesuche zu machen, usw. Einige Formalitäten, wie das Besorgen von Visa und die Abmeldung meines Wohnsitzes in Deutschland sind auch noch zu erledigen.
Meine Idee ist es, im ersten Jahr meiner Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Südostasien zu reisen. Zunächst durch Osteuropa, dann mit der transsibirischen Eisenbahn durch Russland, in die Mongolei, dann durch China und schließlich nach Laos, Kambodscha und Thailand. Nach etwas mehr als einem Jahr möchte ich, für einige Zeit – dann natürlich mit dem Flugzeug – nach Deutschland zurückkommen, um Familie und Freunde zu besuchen. Und danach? Mal sehen. Vielleicht setze ich die Reise fort, weiter durch Südostasien Richtung Australien. Aber es gibt auch noch Routen in Europa, Afrika und Amerika, die mich interessieren würden. Mittelfristig ist es außerdem mein Ziel, herauszufinden, ob ich über längere Zeit ein „nomadisches“ Leben mit Online-Arbeit von unterwegs führen möchte und könnte. Aber zunächst steht das Reisen im Vordergrund.

Inga

Wie hast du die Entscheidung für die Reise getroffen? Wieviel Mut braucht so eine Entscheidung?

Ich habe das Reisen, meistens alleine, mit Rucksack, öffentlichen Verkehrsmitteln und einfachen Unterkünften, vor über 15 Jahren für mich entdeckt. Seitdem war ich in jedem Urlaub unterwegs und habe schon über 100 Länder besucht. Mit der Zeit ist der Wunsch gewachsen, mal länger zu reisen als nur wenige Wochen. Als dann auch noch die Entscheidung anstand, ob ich meine Ersparnisse, in einer Immobilie binden möchte oder etwas anderes damit machen möchte, hat sich der Beschluss, loszuziehen, für mich einfach richtig angefühlt. So sehr mir meine Arbeit auch Spass gemacht hat, ich wollte einfach meine Unabhängigkeit und Freiheit noch mehr nutzen.
Für mich persönlich, hat nicht so viel Mut zu der Entscheidung gehört. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es überall auf der Welt freundliche Menschen gibt, die einem gerne helfen, wenn man Hilfe braucht. Unfälle und Krankheiten können einen auch in der Heimat treffen. Außerdem kann ich ja jederzeit wieder nach Deutschland zurückkehren, wenn ich das möchte.

Warum willst du auf Weltreise gehen? Wer oder was hat dich zur Reise inspiriert?

Mir ist es nicht wichtig, in materielle Dinge zu investieren oder Besitz anzuhäufen. Für mich zählen Erlebnisse und Erfahrungen. Wenn ich mich nach vielen Jahren noch an einzelne Tage und Begebenheiten einer Reise erinnern kann, fühle ich mich reich.
Inspiriert wurde ich u.a. von vielen Langzeitreisenden, die ich auf meinen bisherigen Reisen getroffen habe, von Büchern und Berichten im Internet.

Wie haben deine Familie, Freunde und auch Kollegen reagiert?

Familie und Freunde finden es natürlich auf der einen Seite schade, dass ich über längere Zeit so weit weg bin. Auf der anderen Seite wissen sie, dass ich damit meine Träume verwirkliche und freuen sich deshalb auch für mich. Bei den Kollegen ist das ähnlich. Viele haben mir auch von ihren eigenen Träumen erzählt, zu deren Umsetzung ihnen bisher der Mut gefehlt hat.

Hast du Tipps für die Community? Welche To Dos stehen vor einer Weltreise an? (Packliste, Papierkram usw.)

Für mich hat es sich bewährt, dass ich vor über einem Jahr eine To-Do-Liste erstellt habe und mir für jeden Monat ein paar Aktionen vorgenommen habe. Das hilft vor allem jetzt in den letzten Wochen, in denen noch so viel zu tun ist. Manche Dinge, z.B. Fahrkartenabos und Mitgliedschaften muss man schon sehr früh kündigen. Über Versicherungen und Finanzen sollte man sich natürlich auch Gedanken machen. Manche Versicherungsabschlüsse und Kontoeröffnungen sind nur möglich, so lange man noch in Deutschland gemeldet ist. Bezüglich der Packliste, kann ich aus der Erfahrung mit meinen bisherigen Reisen, nur empfehlen, sie so kurz wie möglich zu halten. Mir ist es immer wichtig, dass ich mein Gepäck, wenn es sein muss, einen ganzen Tag problemlos tragen kann. Deshalb nehme ich auch nur einen 28-Liter-Rucksack, der von manchen eher als Tagesrucksack angesehen wird, mit. Visa sind natürlich nicht auf jeder Reiseroute notwendig und können teilweise auch unterwegs beantragt werden. Manche muss man sich jedoch noch im Heimatland besorgen, bei mir z.B. die für Russland und China.

Gibt es etwas, dass dir Angst oder Sorgen vor der Reise bereitet? Wenn ja, wie gehst du damit um?

Wirklich ernsthafte Sorgen oder Ängste habe ich bezüglich der Reise nicht. Schade fände ich es, wenn ich unterwegs „reisemüde“ werden würde und mich deshalb die Dinge die ich sehe und erlebe, immer weniger begeistern würden. Dem versuche ich dadurch entgegenzuwirken, dass ich, zumindest für meine Verhältnisse, relativ langsam reisen und mich auch noch mit Dingen beschäftige werde, die mit der Reise direkt nichts zu tun haben.

Was wünschst du dir für deine Reise? Welche Erfahrungen möchtest du sammeln?

Ich möchte gerne noch mehr über die Welt und mich herausfinden, spannende Menschen treffen, neue Orte kennenlernen, andere wiedersehen und bei der langsamen Reise über Land beobachten, wie sich Natur und Kulturen ändern. Schön wäre auch, wenn ich den einen oder anderen inspirieren könnte, seine (Reise-)Träume ebenfalls Realität werden zu lassen.

Warum passen die Haftpflicht Helden zu deinem Leben und zu deiner Weltreise?

Eine Haftpflichtversicherung und eine Krankenversicherung halte ich für absolut notwendig, auch wenn ich sonst bezüglich Versicherungen eher minimalistisch bin. Bei den Haftpflichthelden passen die Versicherungsbedingungen optimal zu meiner Reise, da sie auch längere Auslandsaufenthalte ohne Wohnsitz in Deutschland einschließen. Das ist bei den meisten Haftpflichtversicherungen nicht der Fall. Außerdem finde ich gut, dass alles papierlos abläuft und es eine Selbstbeteiligung gibt, die Bürokratie und Beiträge reduziert.

Inga

Hast du schon einmal etwas Heldenhaftes getan? Wenn ja, was?

Nicht wirklich in dem Sinne, dass ich einem Menschen das Leben gerettet hätte oder so. Tieren allerdings schon: Regenwürmern auf der Straße, Insekten, die sich ins Zimmer verirrt haben, usw. Aber auch Säugetieren, Vögeln und Fischen, dadurch, dass ich mich vegan ernähre.

Wer ist dein persönlicher Held?

Helden sind für mich Menschen, die sich für Frieden, Menschenrechte, Umwelt- und Naturschutz einsetzen, wie z.B. Mahatma Gandhi oder Dian Fossey.

Manchmal passieren einem blöde Dinge, über die man im Nachhinein lachen kann. Erzähl uns deine Geschichte dazu!

Eine besonders peinliche Sache ist mir auf einer Reise durch den Senegal vor einigen Jahren passiert. Ich saß mit einigen Einheimischen in einem Sammeltaxi, einem sogenannten „Buschtaxi“, auf dem Weg von der Grenze zu Gambia ins Sine-Saloum-Delta als das Auto einen Platten hatte und wir eine Werkstatt zum Reifenwechsel angesteuert haben. Ich wollte die Gelegenheit für einen Gang zur Toilette nutzen und war sehr erfreut, ein äußerst sauberes Exemplar eines Plumpsklos vorzufinden. Schwungvoll habe ich mich niedergehockt und dabei gerade noch gesehen, wie mir meine kleine Kamera aus der Hosentasche geglitten und in dem Loch im Boden verschwunden ist. Ich hatte komplett vergessen, sie aus der Tasche zu nehmen, wie ich das sonst mache. Die Kamera selbst war ein eher günstiges Modell und hatte auch schon immer mal wieder einige Aussetzer, so dass ich sowieso kurz davor war, eine neue zu kaufen. Um sie war es mir also nicht so schade. Aber auf ihrem Speicherchip waren alle Fotos meiner gesamten Reise! Und die wollte ich auf keinen Fall verlieren! So bin ich zum Taxi zurück und habe einige andere Passagiere und Mechaniker dazu gebracht, mir zur Toilette zu folgen. Einer hat mit seiner Taschenlampe in die Toilette hineingeleuchtet. Und was für ein Glück! Kurz unterhalb des oberen Randes war eine Art Plattform, auf der meine Kamera zum Liegen gekommen war. Ein freundlicher Herr hat sich ein Herz gefasst und meine Kamera herausgezogen. Sie zeigte weder äußerliche Schäden noch Verschmutzungsspuren. Trotzdem habe ich sie natürlich gründlich gereinigt. Auf dem Rest der Fahrt haben sich alle Passagiere inklusive mir immer wieder über das Missgeschick mit Kamera und Toilette amüsiert. Einige Tage später, genau zwei Stunden bevor ich zum Flughafen für den Heimflug musste, hat die Kamera endgültig ihren Geist aufgegeben. Meine Fotos auf dem Speicherchip konnte ich jedoch sicher nach Hause bringen.

  • Inga

    Helden Code
    23I79

    Ingas Helden Code ist 23I79.

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