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Chance genutzt: Stefanie auf Weltreise

Wie ein Sanierungsfall den Startschuss zur Weltreise gab, erzählt euch Stefanie, unsere Heldin des Monats.

Aber fangen wir ganz von vorne an: Erzähl uns etwas von dir!

Ich bin Steffi, 28 Jahre alt und komme aus Bremen. Ich befinde mich derzeit auf einer einjährigen Weltreise. Ich bin gelernte Bankkauffrau und habe anschließend im Bereich IT, Prozessmanagement und Projekte einer Bank gearbeitet. Nebenbei habe ich meinen Bachelor und meinen Master im Fernstudium gemacht.

Wo befindest du dich gerade und wie lange bist du schon unterwegs?

Ich sitze gerade sprichwörtlich am Ende der Welt (und habe sogar einen Pass im Stempel, der das bezeugt). Gemeint ist damit Ushuaia (Argentinien), unten an der Spitze Südamerikas. Südlicher liegt nur noch die Antarktis. Gestartet bin ich Ende Oktober in Mexiko.

Steffi

Wie hast du die Entscheidung für die Reise getroffen? Wie viel Mut braucht so eine Entscheidung? Warum wolltest du auf Weltreise gehen?

Gereist bin ich schon immer viel. Als ich 18 wurde und selbst entscheiden durfte, hat es mich erstmals weit weg gezogen. Ich war fasziniert von neuen Kulturen und fremden Ländern. Seitdem war und ist es mein Wunsch, die ganze Welt zu sehen. Klar hat man mal von einer Weltreise geträumt, aber für wirklich realistisch habe ich es nie eingeschätzt. Erst als ich einen Jobwechsel in Betracht zog, hatte ich die Hoffnung, vielleicht 3 Monate dazwischen reisen zu können. Erst als mein Arbeitgeber zum Sanierungsfall wurde und sie im Rahmen einer Fusion Mitarbeiter suchten, die das Unternehmen freiwillig verlassen und die Zukunft des Unternehmens immer unsicherer wurde, habe ich dies als Chance aufgefasst, endlich meinen Job hinter mir zu lassen und ein Jahr auf Reise zu gehen. Viele in meinem Umfeld finden es mutig, dass ich diese Entscheidung getroffen habe, aber ehrlich gesagt habe ich mich vorher eingehend beraten lassen, wie meine Jobchancen danach aussehen.

Wie haben deine Familie, Freunde und Kollegen reagiert?

Es war eine Mischung aus Entsetzen, Bewunderung und Schulterklopfen. Viele finden meine Entscheidung mutig (obwohl ich mich selbst definitiv nicht für mutig halte), viele konnten die Entscheidung aber auch nachvollziehen und meinten „wenn nicht jetzt wann dann“. Meine Großeltern waren einfach nur entsetzt, dass ihre Enkelin nun ein Jahr komplett weg ist und sie nicht zum Kaffee vorbeikommt. Inzwischen haben sie verstanden, dass wir regelmäßig über Videotelefonie sprechen können und sie mich selbst in irgendeiner Pampa erreichen können. Außerdem bekommen sie aus jedem Land eine Postkarte, die sie auf eine Wäscheleine in einem Bilderrahmen hängen. Sie sind jedes Mal total aus dem Häuschen wenn wieder eine Postkarte ankommt.

Hast du Tipps für die Community? Welche To Dos stehen vor einer Weltreise an? (Packliste, Papierkram usw.)

Ich glaube die wohl wichtigste Frage ist, was man mit seinem Job macht. Manchmal muss man gar nicht kündigen, sondern kann ein Sabatical machen. Manche Firmen bieten auch an, dass man gewisse Stunden vorarbeitet oder vorab auf Gehalt verzichtet, welches anschließend während der Reise ausgezahlt wird, sodass man nicht völlig ohne Einkommen da steht. Auch die Frage was mit dem Wohnsitz geschieht sollte frühzeitig geklärt werden.

Wenn man seinen Job kündigt, ist es im nächsten schritt wichtig, sich beim Arbeitsamt eingehend beraten zu lassen, welche Ansprüche man hat und welche einem eventuell auch versagt sind, wenn man selbst kündigt.

Dann müssen die Versicherungen überprüft werden. Welche Versicherung brauche ich überhaupt noch? Welche Krankenversicherung brauche ich? Ist meine Haftpflichtversicherung auch im Ausland gültig?

Wenn man eine grobe Route hat, stellt sich die Frage, welcher Impfschutz benötigt wird. Für die Einreise in manche Länder ist beispielsweise eine gültige Gelbfieberimpfung notwendig.

Dann fehlt noch die Packliste, die je nach Vorhaben und Klima in den Ländern unterschiedlich ausfallen kann. Ich habe beispielsweise vor allem Sommerkleidung eingepackt und Thermokleidung fürs Trekking unterwegs dann nachkaufen müssen.

Gibt es etwas, dass dir Angst oder Sorgen vor der Reise bereitet hat? Wenn ja, wie bist du damit umgegangen?

Natürlich habe ich mich manchmal gefragt, ob ich nicht eventuell unter die Räder geraten und irgendwo abhanden komme, aber richtig Sorgen hatte ich nicht. Ich erkundige mich allerdings auch immer über mögliche Sicherheitsrisiken bevor ich in ein Land reise. Und wenn mir ein Einheimischer abrät, etwas zu tun oder einen Ort zu einer gewissen Zeit zu besuchen, dann mache ich das auch nicht. Man muss sich ja auch nicht absichtlich in Gefahr bringen.

Hast du einen Tipp für die Reise selbst? Was ist das allerwichtigste beim Reisen?

Das wohl allerwichtigste ist, die Reise zu genießen. Es ist eine einmalige Erfahrung und ein absolutes Privileg.

Welche Situation/welcher Ort/welche Person hat dich auf deiner bisherigen Reise am meisten geprägt oder inspiriert?

Ich durfte schon viele wahrlich tolle Orte sehen und zauberhafte Menschen kennenlernen, die mich über den Tellerrand hinaus schauen haben lassen. Der aber tollste Ort war die Osterinsel, ein Ort, wo man niemals aus Versehen landet, weil er einfach so abgelegen ist. Man fliegt von Santiago de Chile 5 Stunden gerade aufs Meer hinaus und landet auf dieser kleinen, wunderbaren und mystischen Insel, mitten im Nirgendwo. Die ganze Atmosphäre, die Steinfiguren (Moais), das alles ist einfach beeindruckend und macht mich bis heute sprachlos. Ich werde den Sonnenuntergang am Ahu Tahai, der die dort aufgestellten Moais in ein tief orange-rotes Licht getaucht hat, niemals vergessen.

Warum passen die Haftpflicht Helden zu deinem Leben und zu deiner Weltreise?

Kein Job bedeutet kein Einkommen. Ich habe daher meine Fixkosten in Deutschland auf ein Minimum reduziert und meinen Hausstand komplett aufgelöst. Per Gesetz ist man verpflichtet, sich dann auch in Deutschland abzumelden und diese Abmeldung braucht man auch, um sich von der Krankenkasse abzumelden (schließlich braucht man diese auch nicht mehr). Die meisten Haftpflichtversicherungen haben jedoch in ihren Statuten stehen, dass man einen inländischen Wohnsitz benötigt und eignen sich daher nicht für eine Weltreise. Haftpflicht Helden schützt mich in Deutschland genauso wie im Ausland, schließlich ist man vor Malheur nie gefreit. Haftpflicht Helden eignet sich daher gleichermaßen für Weltreisende wie mich, genauso aber auch für jeden anderen, der zu Hause ist.

Steffi

Hast du schon einmal etwas Heldenhaftes getan? Wenn ja, was?

Auch wenn sich die Welt in verschiedene Kontinente, Länder und Kulturen einteilen lässt, nennen wir alle diese Erde unser Zuhause. Ich habe schon viel Schönes auf dieser Reise gesehen, aber auch schon viel Armut. Ich finde es daher wichtig, ein Stück zurückzugeben. Manchmal kann man vor Ort bestimmte Projekte unterstützen, indem man Touren über Anbieter bucht, die wiederum Indigene unterstützen. Auch Nachhaltigkeit ist auf Weltreise ein Thema, insbesondere wenn man an den vielen Müll denkt, den man unterwegs sieht. Es können aber auch Kleinigkeiten sein, wie dem Kind, welches als Straßenverkäufer arbeiten muss, eine Portion Pommes zu kaufen. Die leuchtenden Augen sind unbezahlbar.
Ich habe mich schon um so manchen Straßenhund gekümmert und so manchem Menschen etwas zugesteckt. Derzeit schaue ich, ob ich mir während meiner Weltreise eventuell ein Entwicklungsprojekt in Afrika anschauen kann, aber das steht noch aus. Das ist allerdings nicht heldenhaft, sondern sollte selbstverständlich sein.

Wer ist dein persönlicher Held?

Meine ganz persönliche Heldin ist meine Mutter. Sie hat mir bei der Planung und Vorbereitung geholfen und mich in meiner Entscheidung immer bestärkt und unterstützt. Sie hat die Weltreise auch erst möglich gemacht, da ich nicht nur nach der Auflösung meines Haushaltes bei ihr untergekommen bin und nach meiner Weltreise auch erstmal bei ihr wohnen darf, sondern sie hat auch meine beiden Haustiere quasi zur Untermiete aufgenommen und die beiden sind wahrhafte Pflegefälle.

Manchmal passieren einem blöde Dinge, über die man im Nachhinein lachen kann. Erzähl uns deine Geschichte dazu!

Sicherlich geht mal etwas schief, aber was richtig Blödes ist mir auf der Weltreise bisher nicht passiert. Allerdings habe ich in dem ganzen Chaos vor meiner Abreise mit Umzug, Job und Weltreiseplanung meine Masterarbeit nicht mehr fertig bekommen und musste sie quasi mitnehmen. Ich habe sie dann in Brasilien, auf den letzten Drücker fertigbekommen und sogar ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt. Auch wenn am Ende alles gut ausgegangen ist, verdrehe ich immer noch die Augen, wenn ich daran denke. So einen Mist sollte man echt nicht machen.

  • Mike

    Helden Code
    2NF84

    Steffis Helden Code ist 2NF84.

    Win win win – wenn du ihren Helden-Code beim Abschluss eines unserer Produkte nutzt, steigst du direkt mit einem Monatsbeitrag weniger ein! Wenn ihr Stefanie weiterhin auf ihrer Weltreise begleiten wollt, könnt ihr das hier machen:

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